Quelle der Berichte: Schwarzwälder Bote



Abstauben 2009    Bericht von Werner Wössner


Wenn die kleinen Narren aus der Truhe steigen
Oberndorf-Aistaig. Die Vorfreude auf die neue Fasnetsaison war es wohl, dass doch einige alte Narren ? der Tradition folgend ? zum Abstauben ins Vereins­heim kamen, aber auch recht viele junge Mitglieder dem Ruf des Präsidenten Gerd Lewald »Die Fasnet 2009 ist eröffnet« entgegenfieberten. Punkt 11.11 Uhr marschierte die Schantleskapelle, den Aistaiger Narrenmarsch intonierend, in den Saal des Aistaiger Vereinsheims ein. Gefolgt von den Elferräten, die sich mit den schweren Truhen abmühten, denen schließlich zwei kleine Hansele und ein Schantle entstiegen, die neue junge Fasnet 2009 symboli­sierend. Masken und Häs wurden abgestaubt, und es war allen ein wahrer Ohrenschmaus, wieder den Wohlklang des Gschell zu vernehmen.
  Präsident Gerd Lewald tat der närrischen Versammlung »kund und zu wissen«, dass die Aistaiger Zunft sich an drei Narrentreffen beteiligen werde, und zwar am 11. Januar in Beffendorf, am 1. Februar in Lauterbach-Sulzbach und vom 7. bis 9. Februar am großen Treffen des Narrenrings Oberer Neckar in Waldmössingen. Am 24. Januar findet in der Aistaiger Turn- und Festhalle der Fasnetseröffnungsball statt. Alle örtlichen Fasnetstermine laufen in der bewährten Weise langjähriger Tradition ab.
  Mit Freude machte sich der Präsident dann ans Abstauben von Masken, Häs und Gschell. Auch die Elferräte und Besucher machten Bekanntschaft mit dem närrischen Wedel, Drei neuen Elferräten, die seit einem Jahr im Amt sind, ver­lieh Präsident Lewald den Hausorden der Narrenzunft: Ayan Ugur, Markus Hiller und Daniel Schittenhelm. Unermüdlich spielte die Schantleskapelle flotte Weisen und Narrenmärsche, unterhielt mit Oldies und alten Fasnachtsschlagern das Publikum, das sich gerne auf die Saison auch musikalisch einstimmen ließ. Zwei Sketche, in denen einmal die Elfer Uwe und Thorsten den Amtsschimmel mächtig wiehern ließen und zum anderen erneut Uwe mit seinen verklausulierten Fremd­wort­gebilden gegen die nicht gerade auf den Mund gefallenen Reinemachefrau Susanne sprachlich den Kürze­ren zog, beschlossen den offiziellen Teil der Fasnetseröffnung.






Eröffnungsball 2009    Bericht von Werner Wössner


Narrenzunft Aistaig feiert Eröffnungsball mit vielen Gästen
Das war ein Ballauftakt: Gelebtes Brauchtum in seiner vielfältigsten Art, klassisch getanzte Gardemärsche, temperamentvolle Showtänze und phonstarke "Katzenmusik".
  Durchs Programm führte der Präsident der Aistaiger Narrenzunft, Gerd Lewald. Auftakt war das "Lebende Bild" der Aistaiger Zunft und der getanzte Gardemarsch. "Aistaig, was kost' die Welt", hallte es durch die Halle. Den Waldmössinger Gardemädchen war es vorbehalten, das tänzerische Programm mit einem zackig getanzten Gardemarsch zu eröffnen. Als "leckere Früchtchen" präsentierte sich die Garde der Narrenzunft Zimmern u. d. B., die wie die Garden aus Epfendorf, Sigmarswangen, Hochmössingen und Aistaig viel Beifall einheimste. Mit brasilianischem Flair verzauberte "Independance" aus Bochingen das Publikum. Choreographisch gespenstisch war der Auftakt der Boller "Modern Dance", aber dann präsentierten sie in festlichen Kostümen einen Showtanz mit Esprit. Dem Auftritt der Boller Männertanzgruppe fieberten insbesondere die weiblichen Fans entgegen.
  Dazwischen stellten die Narrenzünfte aus Sigmarswangen, Zimmern u. d. B. und Sulz ihre Kleidle und Masken vor. "Wer uns einmal gehört hat, vergisst uns nie", war die These der Mühringer Katzenmusik. Bandoberhaupt Achim Fischer stellte mit seinen Mannen diesen Slogan erneut unter Beweis.






Generalversammlung 2009    Bericht von Werner Wössner


Zunft besticht durch Disziplin
Josef Endreß zum Ehrenvorstand ernannt


Eine positive Bilanz sowohl was das allgemeine Vereinsgeschehen betraf, insbesondere jedoch über die Brauchtumsveranstaltungen innerhalb derAistaiger Zunft wie auch bei auswärtigen Narrentreffen zog Präsident Gerd Lewald bei der Hauptversammlung.
  Dabei kam auch die Vielfalt der Veranstaltungen sowie die große Einsatzbereitschaft der Elferräte und der aktiven Mitglieder zum Ausdruck. Thorsten Endreß berichtete über die Finanzen. Selbst aktiver Teilnehmer bei Narrentreffen und bei den Umzügen in der Gemeinde, fand Ortsvorsteher Jörg Schittenhelm anerkennende Worte für das disziplinierte Auftreten der Aistaiger Zunft bei den jeweiligen Veranstaltungen.
  Bei den Wahlen gab es in der Vorstandsspitze eine Veränderung. Josef Endreß, der mehr als 25 Jahre dem Elferrat angehörte, davon 23 Jahre als stellvertretender Vorsitzender, schied auf eigenen Wunsch aus. Sein Amt wird Elferrat Markus Hiller übernehmen. Als neuer Elfer wurde Martin Messner gewählt. Revisoren bleiben Eberhard Sovdat und Peter Wössner. Die bisherige Gardeleiterin, Melanie Endreß wird die Leitung der Garde an Anke Gallwitz und Tina Pommerin übergeben. Seitens der Gardemädchen wurde der Wunsch geäußert, dass sie mittwochs die Turnhalle für die Einstudierung ihrer Gardetänze benutzen dürfen.
  Präsident Lewald, seit zehn Jahren an der Spitze der Zunft, würdigte die Verdienste seines Stellvertreters, dessen Aufgabenbereich insbesondere den Wirtschaftsbetrieb bei Stadt- und Dorffesten sowie bei den jeweiligen Fasnetsveranstaltungen umfasse. Außerdem war Josef Endreß auch für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Der Elferrat ernannte Josef Endreß zum Ehrenvorstand und übergab ihm als besonderes Geschenk den letzten Aistaiger Kropfer.
  Für 25-jährige Mitgliedschaft wurden mit der silbernen Ehrennadel Diana Luz, Ehrenelferrat Hubert Brandl und Rudolf Denz ausgezeichnet. Für 40-jährige Zugehörigkeit zur Narrenzunft wurden Kuno Dussling, Lothar Guhl, Monika Haller, Josef Heindl, Kurt Hofgärtner, Walter Holzer, Werner Kopp, Hermann Kühn und Gunther Kretzler zu Ehrenmitgliedern ernannt, was mit einer Ehrenurkunde und der goldenen Vereinsehrennadel unterstrichen wurde.